Wer für den eigenen Betrieb eine Website anfragen will, bekommt Angebote zwischen 500 € und 50.000 € — und selten eine Erklärung, warum. Dieser Artikel schlüsselt auf, was eine professionelle Website für ein mittelständisches Unternehmen realistisch kostet, was in den Preisklassen enthalten ist und woran Sie seriöse Kalkulation erkennen.
Die drei Preisklassen im Überblick
Für den Mittelstand haben sich drei Projektgrößen etabliert. Die Preise unten sind unsere Festpreis-Pakete — die Spannen sind aber marktüblich und taugen als Orientierung für jedes Angebot, das Sie vergleichen:
| Paket | Preis | Typischer Inhalt |
|---|---|---|
| Basis | ab 3.500 € | Responsive Website mit klarer Struktur, Designsystem, technische SEO-Basis, DSGVO-Setup, 3 Monate Support |
| Standard | ab 7.500 € | Erweiterte Website mit CMS, Foto-Produktion vor Ort, Lead-Routing, E-Mail-Marketing, Tracking, 6 Monate Support |
| Premium | ab 15.000 € | Webapplikation oder Portal, KI-gestützte Automatisierung, Video-Produktion, Kampagnen, 12 Monate Support mit SLA |
Alle Details zu den Paketen und der vollständige Leistungsvergleich stehen auf der Preisseite.
Warum „ab"-Preise?
Weil der Umfang variiert: 6 oder 26 Seiten, mit oder ohne Mehrsprachigkeit, mit oder ohne Anbindung an Ihre Warenwirtschaft. Ein seriöser Anbieter macht daraus kein Geheimnis, sondern einen Prozess: erst eine kurze Analyse, dann ein verbindlicher Festpreis — der danach auch gilt. Stundensatz-Angebote ohne Obergrenze sind für Auftraggeber das größere Risiko.
Eine Basis-Website ist in 4–6 Wochen live, ein Standard-Projekt mit Content-Produktion in 8–12 Wochen. Wer Ihnen „fertig in 3 Tagen" verspricht, spart an Konzept oder Qualität.
Einzelleistungen statt Komplettpaket
Nicht jeder Betrieb braucht das volle Programm. Diese Leistungen sind einzeln buchbar:
- Logo & Corporate Identity — ab 1.200 €
- Einzelne Landingpage — ab 800 €
- Fotoshooting (½ Tag) vor Ort — ab 950 €
- SEO-Audit mit Maßnahmenplan — ab 600 €
- KI-Workflow — ab 2.500 €
Woran Sie seriöse Kalkulation erkennen
Vier Punkte, die in jedem guten Angebot stehen sollten:
- Leistungspunkte schriftlich: Was genau geliefert wird — Seiten, Funktionen, Inhalte, Schulung.
- Verbindlicher Festpreis: Änderungen werden besprochen, bevor Kosten entstehen. Keine stillen Nachberechnungen.
- Laufende Kosten transparent: Hosting, Wartung und Monitoring als klar ausgewiesene monatliche Pauschale — idealerweise monatlich kündbar.
- Wartbarkeit: Sie können Texte und Bilder selbst pflegen und sind nicht dauerhaft vom Anbieter abhängig.
Was kostet der Betrieb danach?
Eine Website ist kein „fertig"-Projekt. Updates, Backups, Monitoring und Sicherheit kosten laufend Geld — entweder als interne Arbeitszeit oder als Betriebs-Pauschale beim Anbieter. Wichtig ist nur: Diese Kosten müssen vor Vertragsschluss auf dem Tisch liegen, nicht danach. Was zum laufenden Betrieb gehört, erklärt das Modul Daten:Betrieb.
Die teuerste Website ist nicht die mit dem höchsten Preis — sondern die, die keine Anfragen bringt.
Deshalb lohnt sich der Blick über den Preis hinaus: Eine Website, die bei Google gefunden wird, schnell lädt und Besucher zu Anfragen führt, verdient ihren Preis zurück. Wie Ladezeit darauf einzahlt, zeigt der Artikel Ladezeit & Core Web Vitals.